Roland Zeller

Dank dem richtigen Fitnesstrainer brachten wir unsere Transaktion sicher ins Ziel.

Im September 2005 hat die Hotelplan Gruppe die Mehrheit an der travelwindow AG übernommen. Das vor fünf Jahren gegründete Vollservice-Reisebüro hat sich auf die Abwicklung von Online-Reisen spezialisiert. Mit «travel.ch» betreibt travelwindow zudem das wichtigste Schweizer Online-Reiseportal. Geschäftsführer Roland Zeller gibt Auskunft darüber, wie die Übernahme zu Stande kam und wie sie abgelaufen ist.

Roland Zeller, travelwindow ist noch jung. Warum haben Sie sich trotzdem für den Verkauf der Aktien-Mehrheit entschieden?

Dank unserem Erfolg im Geschäft mit den elektronischen Preisvergleichen im Internet zeigten die grossen Mitbewerber seit einiger Zeit Interesse an uns. Mittel- und langfristig wäre es für unser kleines Unternehmen allein schwer gewesen, ohne grosse Investitionen im Markt zu bestehen. Dank unserem Deal mit Hotelplan haben wir nun einen starken Partner mit Zugang zu seinen Produkten und seiner Technik.

Warum haben Sie beim Verkauf einen externen Corporate Finance Berater beigezogen?

Ich und meine Partner verstehen etwas von der Reisebranche und von Informatik, aber nicht unbedingt von Finanzen und Verträgen. Ausserdem haben wir noch nie ein Unternehmen verkauft. Uns fehlten dazu das Wissen und die Sicherheit. Stephan Hitz war da für uns die Rettung: Er kennt den Reisebüro-Markt wie kein Zweiter und weiss genau, wie eine solche Transaktion abläuft. Ausserdem brachte er immer wieder seine neutrale Meinung ein, und das stets ungeschminkt und kritisch. Das war von unschätzbarem Wert für uns.

Was hat Ihnen diese externe Beratung gebracht?

Eine für alle Parteien sehr gute Lösung. Ich erlebte Stephan Hitz dabei als fairen, aber harten Coach, Berater und gewieften Taktiker. Vergleichbar mit einem Fitnesstrainer, der einem konsequent zu Höchstleistungen antreibt. Die Zeit mit ihm war extrem intensiv, herausfordernd und ein tolles Erlebnis. Ich wusste genau, dass es mit ihm gut kommen muss.

Warum sind Sie als Gründer und CEO auch nach dem Verkauf an Hotelplan weiterhin wesentlicher Minderheitsaktionär?

Für Hotelplan war es wichtig, dass ich mich auch nach dem Deal weiter engagiere. Das fiel mir leicht, denn ich glaube an das Unternehmen und an seine Wertsteigerung. Dass jetzt jemand «über» mir ist, hat eindeutig mehr Vorteile als Nachteile. Denn so kann ich mich ganz aufs Kerngeschäft konzentrieren. Für alles andere steht mir jetzt das enorme Know-how von Hotelplan zur Verfügung. Das ist eine grosse Hilfe.

Wenn Sie die Wahl hätten, würden Sie alles wieder gleich machen?

Unbedingt. Der Verkauf hat uns strategische Klarheit gebracht – und einen Partner, der uns viele Synergien ermöglicht. Ausserdem stimmt es auch menschlich, was für mich sehr wichtig ist. Hotelplan gibt uns darüber hinaus auch eine gewisse finanzielle Sicherheit, die man als KMU nicht hat. Da schläft man ruhiger.


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