Oskar Laubi

Die beste Lösung für mich und das Unternehmen – auch dank der professionellen externen Unterstützung.

Die Nachfolgeregelung ist die wohl grösste Herausforderung eines Unternehmers. Keiner weiss das besser als Oskar Laubi, bisheriger Alleineigentümer und VR-Präsident der Travelhouse Gruppe. Er hat sich für den Verkauf von Anteilen im Sinne eines Management-Buy-Ins an private Equity-Investoren entschieden. Hier gibt er Auskunft über die Gründe für diese Lösung und warum er darüber glücklich ist.

Oskar Laubi, wann haben Sie sich erstmals mit der Nachfolgeregelung beschäftigt?

In den letzten zehn Jahren erhielten wir immer wieder Übernahmeangebote, da wurde ich zwangsläufig mit dem Thema konfrontiert. Ende 2001 trennte ich mich von meinem jüngeren Partner. Seither war mir bewusst, dass ich mich ernsthaft mit der Nachfolge befassen musste. Ein reiner Verkauf kam dabei für mich nicht in Frage.

Wie haben Sie sich mit der Nachfolgeregelung auseinandergesetzt?

Der Familienrat spielte dabei eine wichtige Rolle. Bei diesen Gesprächen kristallisierte sich heraus, dass eine familieninterne Nachfolge durch meine Kinder nicht in Frage kam. Wir kamen jedoch überein, einen Teil der Aktien in der Familie zu behalten. Beim Verkauf stand nicht der maximale Gewinn im Vordergrund. Wichtiger war mir eine Lösung, dank der die Gruppe ohne jähen Kulturwandel weiterhin selbstständig, unabhängig und erfolgreich bleibt.

Warum haben Sie sich beim Prozess der Entscheidungsfindung dafür entschieden, sich externe Unterstützung zu holen? 

Ich wollte bei dieser enorm wichtigen Entscheidung nichts dem Zufall überlassen. Ich brauchte dazu jemanden mit spezifischem Wissen und Erfahrung. Dies habe ich bei Stephan Hitz gefunden. Seine Offenheit und seine Flexibilität machten mir den Entscheid sehr einfach, mit ihm zusammenzuarbeiten. Ich glaube nicht, dass ich ohne externe Unterstützung meine Ziele in dieser Form erreicht hätte. Seine Beratung und Begleitung waren für mich extrem wertvoll.

Wie sah die Zusammenarbeit mit Hitz & Partner konkret aus?

Zuerst erarbeiteten wir einen Zeitplan und eine seriöse Unternehmens-Dokumentation mit allen wichtigen Informationen. Danach suchten wir Kontakt zu Kaufinteressenten. Es folgten erste Gespräche, die Abgabe der detaillierten Unterlagen und schliesslich die "Offerten-Phase" mit weiteren Gesprächen. Der ganze Prozess war recht zeitintensiv – für mich brachte er zum Teil natürlich auch emotionale Belastungen. Er verlief aber immer professionell, klar strukturiert, fair und effizient.

Für welche Nachfolge-Lösung haben Sie sich entschieden?

Ich entschied mich mit Thomas Stirnimann für einen Nachfolger, der die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft der Travelhouse Gruppe ideal erfüllt. Er hat sich vom ersten Tag an auch als Kapitalgeber am Unternehmen beteiligt. Unterstützend dazu gelang es, die erfahrene Touristik-Persönlichkeit Peter Diethelm als Investor mit Einsitz im VR ins Unternehmen mit einzubinden. Ich selber fungiere weiterhin als VR-Präsident.

Wie beurteilen Sie den Nachfolgeprozess aus heutiger Sicht? 

Ich bin glücklich über die Entwicklung. Ich habe für mich eindeutig die richtigen Entscheidungen gefällt. Das Loslassen auf operationeller Stufe macht mir keine Mühe, auch wenn da und dort kurz Wehmut aufkommt: Das positive Empfinden von Entlastung und die Freude auf Neues kompensieren die Verlustgefühle umgehend.